Ab 2026 treten in der EU mehrere neue Regelungen in Kraft, die den Onlinehandel rechtlich und technisch stärker verpflichten. Die genauen Startdaten variieren, Unternehmen sollten diese frühzeitig prüfen.
Was kommt neu? (Kurzüberblick)
1. Digitaler Widerruf („Widerrufs-Button“)
- Pflicht zur elektronischen Widerrufsfunktion
- Leicht auffindbar im Kundenkonto oder Bestellbereich
- Bestätigung des Widerrufs auf dauerhaftem Datenträger
➡️ Relevanz: Anpassungen in Checkout, Kundenkonto & IT-Systemen
2. Verpackung & Recycling
- Erweiterte Registrierungs- und Nachweispflichten
- Fokus auf Recyclingfähigkeit & Mengenmeldung
- Gilt besonders für Versandverpackungen im E-Commerce
➡️ Relevanz: Verpackungsdaten, Rücknahmesysteme, Dokumentation
3. Nachhaltige & entwaldungsfreie Lieferketten
- Herkunftsnachweise und Zertifikate erforderlich
- Dokumentationspflicht für bestimmte Rohstoffe & Produkte
- Prüf- und Aufbewahrungspflichten für Händler
➡️ Relevanz: Lieferantendaten, Zertifikate, Backend-Dokumentation
Was Onlinehändler konkret tun sollten
- Recht & IT abstimmen: Widerrufs-Button, Dokument-Downloads, Protokollierung
- Lieferkettendaten strukturieren: Herkunft, Zertifikate, Zeiträume speichern
- Produkt- & Backend-Daten erweitern: Compliance-Nachweise zentral ablegen
2026 bringt keine Einzelregel, sondern neue Standardpflichten für den E-Commerce.
Wer Prozesse, Systeme und Lieferanten frühzeitig vorbereitet, reduziert Risiken – und stärkt Vertrauen bei Kunden und Behörden.
